Google Ads optimieren. Die Hebel für mehr Umsatz im Shop
Christian Beeking
Co-Founder, Cloudginny
2. November 202617 Min. Lesezeit
Stand: 2. November 2026.
Die meisten Anleitungen zu diesem Thema sind Listen mit zehn oder mehr Tipps, die alle gleich viel wiegen sollen, vom Anzeigentext bis zur Gerätesteuerung. In einem Onlineshop entscheidet aber die Reihenfolge. Wer an Geboten feilt, während Google Seitenaufrufe als Verkäufe zählt, optimiert auf die falsche Zahl, und jede weitere Maßnahme verstärkt den Fehler.
Hier stehen die fünf Hebel deshalb in der Reihenfolge, in der wir sie in Shop-Konten angehen. Dazu kommen Zahlen aus unseren Kundenkonten im DACH-Raum und die Situationen, in denen du besser nichts änderst.
Indem du die Hebel in der richtigen Reihenfolge angehst: zuerst die Messung, dann die Produktdaten, dann Suchbegriffe und Marke, zuletzt das ROAS-Ziel. Jeder Hebel baut auf dem vorherigen auf, weil Google immer auf die Daten optimiert, die du lieferst.
Die Messung korrigieren, damit nur Käufe mit echtem Bestellwert als Conversion zählen.
Den Produktfeed pflegen und mit den Produktseiten abgleichen.
Suchbegriffe ein- bis zweimal pro Woche prüfen und ausschließen, was nie verkauft.
Die eigene Marke aus Performance Max nehmen und in einer eigenen Suchkampagne steuern.
Ein ROAS-Ziel erst ab 15 bis 30 Conversions in 30 Tagen setzen und Budget nur dort erhöhen, wo die Kampagne über der Gewinnschwelle liegt.
Wichtig
Die Reihenfolge ist keine Rangliste nach Umsatz, sie folgt der Abhängigkeit. Ohne saubere Messung optimiert jeder weitere Hebel auf falsche Zahlen, und das ROAS-Ziel kommt zuletzt, weil es genug saubere Conversions braucht.
Zählt Google die richtigen Verkäufe?
Nicht immer, und wenn nicht, arbeitet jede Gebotsstrategie gegen dich. Google Ads optimiert auf primäre Conversion-Aktionen. Laut Google-Hilfe erscheinen sie in der Spalte „Conversions“ und fließen ins Bieten ein, sekundäre Aktionen dienen nur der Beobachtung, außer sie stecken in einem benutzerdefinierten Zielvorhaben. Steht neben dem Kauf auch der Seitenaufruf oder der Klick auf „In den Warenkorb“ als primäre Aktion im Konto, optimiert Google auf diese billigeren Signale.
Wie das aussieht, zeigt ein Fall aus der Shopify-Community vom Dezember 2025. Ein Händler kam im Oktober bei gleichem Budget auf knapp 24 Verkäufe über Google Ads, im November auf 4. Als Conversion-Wert stand im Konto plötzlich die Zahl der Seitenaufrufe, und im Beitrag steht die Vermutung, die Änderung sei über eine Google-Empfehlung angenommen worden. Der wichtigste Rat im Thread: Sorg dafür, dass der Kauf das einzige primäre Ziel ist.
Selten ist das nicht. In unseren Kundenkonten haben wir bei rund vier von zehn mindestens einen solchen Fehler gefunden: zwei Kauf-Aktionen gleichzeitig als primär, einen Seitenaufruf, Warenkorb oder Checkout-Beginn als primäres Ziel oder gar keinen Kauf als primäre Conversion. Allein zwei primäre Kauf-Aktionen hatte etwa jedes sechste Konto, und dann zählt jede Bestellung, die beide erfassen, doppelt.
Messfehler in unseren Kundenkonten
rund 4 von 10Konten mit mindestens einem Fehler in den Conversion-Aktionen
etwa 1 von 6Konten mit zwei primären Kauf-Aktionen
Konten von Cloudginny im DACH-Raum, Conversion-Aktionen im Stand November 2026, mitgezählt sind Fehler, die Ginny seit dem Verbinden behoben hat.
Für einen Shop heißt das: Der Kauf ist die einzige primäre Conversion, und er wird mit dem tatsächlichen Bestellwert übertragen. Warenkorb, Checkout-Beginn und Newsletter laufen als sekundäre Aktionen mit, damit du sie siehst, ohne dass Google darauf bietet. Fehlt der dynamische Wert, zählt eine Bestellung über 400 Euro so viel wie eine über 15 Euro. Werden Käufe doppelt erfasst, etwa über das Google-Ads-Tag und zusätzlich über einen Import aus Google Analytics, beide als primäre Aktion, meldet das Konto einen ROAS, den es nie gab.
So soll es aussehen: Der Kauf ist die einzige primäre Aktion, der Warenkorb läuft nur zur Beobachtung mit. Screenshot: Google Ads
Prüfen lässt sich das schnell. In der Conversion-Übersicht von Google Ads siehst du, welche Aktionen als primär markiert sind. Dann vergleichst du die Conversions der letzten Wochen mit den Bestellungen, die dein Shop für Google Ads ausweist. Liegt das Konto deutlich darüber, zählt es vermutlich doppelt, liegt es weit darunter, fehlen Käufe. Erweiterte Conversions verbessern die Zuordnung, und der Consent Mode lässt Google Käufe von Besuchern ohne Cookie-Zustimmung modellieren. Wie du das Tracking sauber aufsetzt, beschreiben unsere Setup-Guides für JTL-Shops und Shopify.
Passen Feed, Anzeige und Landingpage zusammen?
Bei Shopping-Anzeigen ist der Feed die Anzeige. Titel, Bild und Preis kommen direkt aus den Produktdaten, und anhand dieser Daten entscheidet Google, zu welchen Suchanfragen ein Produkt überhaupt erscheint. Für Shops mit Shopping-Kampagnen gehört die Feedpflege deshalb zu den wirksamsten Hebeln.
Wie viel dort ungenutzt liegt, zeigt die Ausspielung. Von den freigegebenen Produkten erhält in unseren Kundenkonten im Median nur gut jedes dritte überhaupt eine bezahlte Einblendung, in Katalogen mit mehr als zehntausend Artikeln nur gut jedes zehnte. Der Rest steht im Feed, ohne je gesehen zu werden.
Am meisten bewirken in der Regel die Titel. Google erlaubt bis zu 150 Zeichen, sichtbar sind oft nur die ersten rund 70, und die Merchant-Center-Hilfe empfiehlt, die wichtigsten Angaben nach vorn zu stellen. „Regenjacke Damen wasserdicht mit Kapuze, Navy, Größe M“ trifft mehr Suchanfragen als ein interner Modellname wie „Aria 2“. Dazu kommen vollständige GTINs, die passende Produktkategorie und eigene Labels für Marge oder Bestseller, damit sich Kampagnen danach aufteilen lassen.
Trifft wenige SuchanfragenInterner Modellname: „Aria 2“
Trifft mehr SuchanfragenWichtigste Angaben vorn: „Regenjacke Damen wasserdicht mit Kapuze, Navy, Größe M“
Der zweite Teil dieses Hebels ist die Übereinstimmung mit der Produktseite. Weicht der Preis im Feed von dem auf der Seite ab, kann Google das Produkt ablehnen. Ablehnungen sind in unseren Konten mit einem Median unter einem Prozent selten, Preisabweichungen sind aber der häufigste Grund, oft weil Preisänderungen im Shop erst mit dem nächsten Feed-Abgleich ankommen. Was hinter den häufigsten Ablehnungen steckt, erklärt unser Artikel zu abgelehnten Produkten im Merchant Center.
Ginny gruppiert Ablehnungen nach Grund. Hier gehen 372 von 430 auf einen einzigen Feed-Fehler zurück, und mit seiner Behebung kommt der Großteil der Produkte zurück. Screenshot: Cloudginny
Für Suchkampagnen gibt Google mit dem Qualitätsfaktor eine Orientierung. Er wird für einzelne Keywords auf einer Skala von 1 bis 10 angegeben und setzt sich aus der voraussichtlichen Klickrate, der Anzeigenrelevanz und der Nutzererfahrung auf der Landingpage zusammen. Google selbst nennt ihn ein Diagnosetool, das in der Auktion keine Rolle spielt. Ein niedriger Wert zeigt dir, wo Suchbegriff, Anzeigentext und Seite nicht zusammenpassen, ein Ziel an sich ist er nicht. Eine Anzeige für „Regenjacke Damen wasserdicht“ gehört auf die passende Kategorieseite, nicht auf die Startseite.
Welche Suchbegriffe schließt du aus?
Alle, die über Wochen Klicks sammeln und nie verkaufen, und alles, was erkennbar nicht zu deinem Sortiment passt. Rund ein Zehntel des Budgets landet in unseren Kundenkonten bei Suchbegriffen, die zehn oder mehr Klicks gesammelt und keine einzige Conversion ausgelöst haben, obwohl diese Konten laufend gepflegt werden.
Den Bericht zu Suchbegriffen gehst du deshalb ein- bis zweimal pro Woche durch, je nach Kontogröße. Ausschlüsse kannst du täglich setzen, anders als Änderungen an Budget oder Gebotsstrategie. Vor Fehlgriffen schützt eine Mindestmenge an Daten: Ein Begriff mit drei Klicks ohne Kauf ist noch kein Streuverlust, wir schauen erst ab einer zweistelligen Klickzahl hin. Außerdem sind eng formulierte Ausschlüsse sicherer als breite, weil ein zu allgemeines Wort auch verwandte Suchanfragen sperrt, die verkaufen.
Für Performance Max geht das inzwischen genauso. Google zeigt auch für diesen Kampagnentyp einen Bericht zu den Suchbegriffen, und auszuschließende Keywords lassen sich direkt auf Kampagnenebene hinterlegen, sie gelten dort für Suche und Shopping. Wie Ginny solche Begriffe findet und dir zum Ausschluss vorschlägt, zeigt die Seite zu negativen Keywords.
Ginny wertet auch Performance Max aus: 655 Klicks und 281,53 € in drei Wochen, ohne eine Conversion. Genau dann lohnt der Blick in die Suchbegriffe. Screenshot: Cloudginny
Gehört deine Marke in Performance Max?
Besser nicht. Wer nach deinem Shopnamen sucht, will in der Regel ohnehin zu dir. Laufen diese Suchen über Performance Max, holt sich die Kampagne billige Verkäufe, die zu einem großen Teil auch über eine Markenkampagne oder organisch gekommen wären, und ihr ROAS sieht besser aus, als sie arbeitet.
In Performance Max schließt du deshalb die eigene Marke aus, über eine Markenliste in den Kampagneneinstellungen oder über auszuschließende Keywords auf Kampagnenebene. Laut Google-Hilfe gelten Markenausschlüsse dort für das Such-, Shopping- und YouTube-Suchinventar, auszuschließende Keywords nur für Suche und Shopping. Für die Markenbegriffe legst du dann eine eigene Suchkampagne an. Markenklicks sind meist günstig, und in einer eigenen Kampagne siehst du, was sie kosten und bringen, getrennt von dem, was Performance Max bei neuen Kunden leistet.
Marke und Neukunden getrennt steuern
Suchen nach deinem Shopnamen
MarkensucheKunden wollen ohnehin zu dir
Eigene SuchkampagneKosten und Umsatz getrennt sichtbar
Alle anderen Suchen
Produktsuchevor allem neue Kunden
Performance Maxmit Markenausschluss
Ausnahme: Eigenmarken, nach denen Kunden wie nach einem Produkt suchen.
Eine Ausnahme sind Eigenmarken, nach denen Kunden wie nach einem Produkt suchen. Dann können Shopping-Anzeigen auf Markensuchen sinnvoll bleiben, und Google erlaubt in Performance Max, Shopping-Anzeigen trotz Markenausschluss für solche Suchen zuzulassen.
Welches ROAS-Ziel passt zu deiner Marge?
Ein Ziel über deinem Break-even, und auch das erst, wenn genug Daten da sind. Den Break-even-ROAS bestimmst du, indem du 1 durch deine Marge nach Einkauf, Versand und Zahlungsgebühren teilst. Bei 35 Prozent Marge liegt er bei 2,86, bei 25 Prozent bei 4,0. Darunter kostet jeder Verkauf über Google Ads Geld. Den Wert für deinen Shop ermittelt der Rechner in unserem Artikel ROAS berechnen.
So rechnest du deinen Break-even-ROAS
Bei 35 % Marge
1 €Werbekosten
÷
35 %Marge nach Einkauf, Versand und Zahlungsgebühren
=
2,86 €Umsatz, den du je Euro Werbung mindestens brauchst
Bei 25 % Marge
1 €Werbekosten
÷
25 %Marge
=
4,00 €Umsatz je Euro Werbung
Liegt der ROAS darunter, kostet jeder Verkauf über Google Ads Geld.
Für Such- und Shopping-Kampagnen verlangt Google für einen Ziel-ROAS mindestens 15 Conversions innerhalb von 30 Tagen, so steht es in der Google-Hilfe zum Ziel-ROAS. Wir setzen das Ziel erst ab 15 bis 30 Conversions. Davor läuft die Kampagne besser mit „Conversion-Wert maximieren“ ohne Ziel, denn ein Ziel auf zu wenigen Daten schränkt den Algorithmus ein, bevor er gelernt hat, welche Suchanfragen verkaufen. Voraussetzung ist die saubere Messung aus dem ersten Hebel: 15 Conversions, von denen die Hälfte Seitenaufrufe sind, sind keine 15 Verkäufe.
Wenn die Daten da sind, setzt du das Ziel lieber vorsichtig an, etwa auf Höhe des ROAS der letzten vier Wochen, und erhöhst es in Schritten. Google warnt selbst, dass ein zu hohes Ziel den Traffic begrenzt. Liegt der bisherige ROAS unter deinem Break-even, hilft ein höheres Ziel allein wenig. Dann sind zuerst Messung, Feed und Suchbegriffe dran.
Den ROAS deiner Kampagnen fragst du Ginny direkt, gesamt und je Kampagne. Vergleiche ihn mit deinem Break-even, bevor du ein Ziel setzt. Screenshot: Cloudginny
Seit dem 17. August 2026 ist das Ziel außerdem verbindlicher geworden. Budgetbegrenzte Kampagnen mit Zielvorgabe, also mit Ziel-ROAS oder Ziel-CPA, steuern laut Google jetzt genauer auf den eingetragenen Wert. Früher lagen manche dieser Kampagnen über ihrem Ziel, jetzt nähern sie sich ihm an. Wer ein niedriges Ziel eingetragen hat, weil die Kampagne es ohnehin übertraf, landet jetzt näher an diesem niedrigeren ROAS.
Beim Budget gilt dieselbe Logik. Mehr Geld bekommt nur eine Kampagne, die über dem Break-even liegt, ein Budgetlimit allein ist kein Grund. In unserer Messung vom September 2026 lag der Median-ROAS dauerhaft budgetbegrenzter Kampagnen bei 2,94, der nie begrenzter Kampagnen bei 3,68, jeweils als Median über die Kampagnen und nur mit primären Conversions. Für einen Shop mit 35 Prozent Marge wären 2,94 kaum mehr als die Gewinnschwelle von 2,86, und mehr Budget bringt dort vor allem Umsatz ohne Gewinn. Für JTL-Shops übersetzt unser kostenloses Plugin Einkaufspreise in Margenklassen, damit Ginny Kampagnen nach Marge aufbauen kann.
Wie oft solltest du Google Ads optimieren, und wann lieber nicht?
Ausschlüsse setzen und Ablehnungen prüfen kannst du täglich, Suchbegriffe gehst du ein- bis zweimal pro Woche durch, Budget und Gebotsstrategie änderst du höchstens alle zwei Wochen. Der Unterschied liegt darin, wie schnell eine Änderung messbar wird.
So oft fasst du was an
TäglichAusschlüsse setzen, Ablehnungen prüfen
Ein- bis zweimal pro WocheSuchbegriffe durchgehen
Höchstens alle zwei WochenBudget und Gebotsstrategie ändern
MonatlichAnzeigen und Landingpages prüfen
Einmal im QuartalStruktur und Zielwerte im Ganzen
Der Takt richtet sich danach, wie schnell eine Änderung messbar wird.
Ein ausgeschlossener Suchbegriff spart ab der nächsten Auktion Geld. Eine neue Gebotsstrategie oder ein geändertes Conversion-Ziel startet dagegen eine Lernphase, die laut Google bis zu sieben Tage dauert, und bis sich die Leistung auf ein neues Ziel eingependelt hat, vergehen ein bis zwei Conversion-Zyklen. Google empfiehlt, Ergebnisse über zwei Conversion-Zyklen oder zwei Wochen zu bewerten, je nachdem, was länger ist, und rät von mehreren Zieländerungen innerhalb eines Zyklus ab.
Ginny hält dafür feste Ruhezeiten ein: Nach einer Änderung des Ziel-ROAS einer Kampagne vergehen 14 Tage bis zur nächsten, nach einem Wechsel der Gebotsstrategie 30 Tage. Das prüft Ginny schon, bevor sie dir eine Änderung vorschlägt. Das schützt auch vor der eigenen Ungeduld, denn eine Kampagne, die alle paar Tage ein neues Ziel bekommt, kann sich auf keines einstellen.
Lieber nichts ändern solltest du auf Basis der letzten paar Tage, weil Käufe oft mit einigen Tagen Verzögerung im Konto ankommen und Google rät, diesen Verzug bei der Bewertung herauszurechnen. Während einer Lernphase gilt dasselbe. Und kurz vor einer Saisonspitze: Wer zwei Wochen vor dem Black Friday Struktur oder Gebotsstrategie umbaut, lässt die Kampagne sich ausgerechnet dann neu einpendeln, wenn der Wettbewerb um Klicks am größten ist. Wie du dich vorher vorbereitest, zeigt unser Black-Friday-Ratgeber für Shopping-Anzeigen.
Lieber nichts ändern, wenn …
die Zahlen nur die letzten paar Tage abdecken, denn Käufe kommen mit Verzögerung an.
die Kampagne gerade in der Lernphase ist.
eine Saisonspitze wie der Black Friday in zwei Wochen ansteht.
Anzeigen und Landingpages prüfst du monatlich, Struktur und Zielwerte im Ganzen einmal im Quartal, so wie es unser Google Ads Audit mit Checkliste beschreibt.
Solltest du Googles Empfehlungen übernehmen?
Nur mit Bedacht, und automatisch angewendete Empfehlungen schaltest du besser aus. Der Optimierungsfaktor, der oben im Konto steht, ist laut Google eine Schätzung, wie gut dein Konto eingerichtet ist, um Leistung zu bringen. Er misst die Einrichtung, nicht deinen Umsatz, und er steigt mit angenommenen Empfehlungen, ganz gleich, ob sie dir Gewinn bringen.
Viele Empfehlungen sind harmlos, etwa fehlende Sitelinks. Andere erhöhen Budgets, wechseln die Gebotsstrategie oder stellen Keywords auf „weitgehend passend“ um, und die gehören vorher gegen deine Zahlen geprüft. Im Fall aus der Shopify-Community stand die Vermutung im Raum, dass eine Empfehlung die Seitenaufrufe zum Ziel gemacht hatte.
Diese Empfehlungen vor dem Übernehmen gegen deine Zahlen prüfen
Budgets erhöhen
Gebotsstrategie wechseln
Keywords auf „weitgehend passend“ umstellen
Automatisch angewendete Empfehlungen laufen nur, wenn jemand sie eingeschaltet hat, etwa bei der Einrichtung des Kontos oder durch eine frühere Agentur. Unter Empfehlungen findest du die Einstellungen dazu, im Änderungsverlauf siehst du, wer sie wann aktiviert hat, und laut Google-Hilfe lässt sich dort jede Empfehlung einzeln abwählen.
Ginny geht den umgekehrten Weg. Ihre Vorschläge richten sich nach deinem Umsatz und nicht nach dem Optimierungsfaktor, jeder kommt mit Begründung und geschätztem Euro-Effekt, und umgesetzt wird erst nach deiner Freigabe. Gut 80 Prozent dieser Vorschläge nehmen die Händler an.
Jeder Vorschlag kommt mit Begründung und geschätzter Ersparnis. Umgesetzt wird erst, wenn du auf „Übernehmen“ klickst. Screenshot: Cloudginny
Selbst optimieren, Agentur oder KI-Agent?
Das hängt an deiner Zeit und deinem Budget. Selbst optimieren kostet kein Honorar, aber Disziplin: Suchbegriffe ein- bis zweimal pro Woche, täglich ein Blick auf Ablehnungen und Budgets und die Geduld, Gebotsziele zwei Wochen in Ruhe zu lassen. Bei einer Agentur liegt das Honorar dafür meist zwischen 800 und 4.000 Euro monatlich, alternativ nehmen viele 8 bis 15 Prozent des Werbebudgets. Das rechnet sich nach unserem Vergleich Google Ads Agentur vs. Tools erst bei größeren Budgets.
Selbst optimierenKein Honorar, dafür feste Zeiten: Suchbegriffe ein- bis zweimal pro Woche, täglich Ablehnungen und Budgets.
AgenturMeist 800 bis 4.000 Euro im Monat oder 8 bis 15 Prozent des Werbebudgets.
KI-Agent Ginny99 bis 499 Euro im Monat netto, Freigaben in etwa 15 bis 30 Minuten pro Woche.
Ein KI-Agent wie Ginny übernimmt die Routine aus diesem Artikel. Sie prüft Suchbegriffe, Budgets und Ablehnungen täglich, hält diese Ruhezeiten ein und legt dir jede Änderung zur Freigabe vor. Für die Freigaben brauchen unsere Kunden nach unserer Erfahrung etwa 15 bis 30 Minuten pro Woche. Ginny kostet je nach Werbebudget 99 bis 499 Euro im Monat, netto und ohne Einrichtungsgebühr. Die Stufen stehen auf der Preisseite.
Die Routine aus diesem Artikel an Ginny übergeben
Ginny prüft Suchbegriffe, Budgets und Ablehnungen jeden Tag und legt dir jede Änderung zur Freigabe vor.
Für die laufende Betreuung nehmen Agenturen in der Regel zwischen 800 und 4.000 Euro monatlich oder einen Anteil von 8 bis 15 Prozent am Werbebudget. Abgespeckte Pakete mit wenigen Arbeitsstunden starten bei etwa 300 bis 500 Euro. Ein einmaliges Audit kostet typischerweise 800 bis 3.000 Euro, umsetzen musst du danach selbst. Ein KI-Agent wie Ginny liegt je nach Werbebudget bei 99 bis 499 Euro im Monat. Was die Klicks selbst kosten, rechnet der Ratgeber Google Ads Kosten vor.
Wie lange dauert es, bis eine Optimierung wirkt?
Ausgeschlossene Suchbegriffe sparen ab der nächsten Auktion. Bei Änderungen an Gebotsstrategie oder Ziel dauert die Lernphase laut Google bis zu sieben Tage, bewerten solltest du das Ergebnis frühestens nach zwei Wochen oder zwei Conversion-Zyklen, je nachdem, was länger ist.
Ab wie vielen Conversions sollte ich einen Ziel-ROAS setzen?
Google verlangt für Such- und Shopping-Kampagnen mindestens 15 Conversions in 30 Tagen. Wir setzen das Ziel erst ab 15 bis 30 Conversions und anfangs vorsichtig auf Höhe des bisherigen ROAS, sofern der über deinem Break-even liegt.
Sollte ich automatisch angewendete Empfehlungen ausschalten?
Für alles, was Budget, Gebote oder Keywords betrifft, ja. Prüfe unter Empfehlungen, welche aktiv sind, und im Änderungsverlauf, wer sie eingeschaltet hat. Einzelne Empfehlungen kannst du weiter von Hand annehmen, nachdem du sie gegen deine Zahlen geprüft hast.
Was ist der Unterschied zwischen Optimierungsfaktor und Qualitätsfaktor?
Der Optimierungsfaktor schätzt in Prozent, wie gut dein Konto aus Googles Sicht eingerichtet ist. Der Qualitätsfaktor bewertet auf einer Skala von 1 bis 10 einzelne Keywords in Suchkampagnen nach voraussichtlicher Klickrate, Anzeigenrelevanz und Landingpage. Beide sind Diagnosewerte, keiner misst deinen Umsatz.
Kann ich Google Ads ohne Agentur optimieren?
Ja. Die fünf Hebel aus diesem Artikel kannst du selbst umsetzen, wenn du dir feste Zeiten dafür nimmst. Wer eine Google-Ads-Kampagne optimieren will, aber diese Zeit nicht hat, kann die Routine einem KI-Agenten übergeben und behält über die Freigabe die Entscheidung.
Christian Beeking ist Co‑Founder von Cloudginny, dem KI‑Agenten für automatisierte Google Ads im E‑Commerce. Vor Cloudginny hat das Team über 100 Millionen Euro Google Ads Budget für Marken wie MediaMarkt, Cisco und Bose verwaltet und dieses Wissen in Ginny gegossen. Cloudginny ist offizieller Google Partner, Partner von WebStollen und Teil des German Accelerator.
Eine Google Shopping Agentur rechnet sich erst ab etwa 7.500 bis 10.000 Euro Werbebudget im Monat, und zum Honorar kommen noch Feed-Tool, CSS-Gebühr und Einrichtung dazu. Die meisten Shops liegen weit darunter. Dieser Artikel zeigt, was eine Shopping-Agentur wirklich kostet, was hinter den versprochenen 20 Prozent CSS-Ersparnis steckt, woran du schlechte Angebote erkennst und wann eine KI für die laufende Pflege reicht.
Im Dezember zählt jedes Lieferversprechen, und Google berechnet das Lieferdatum für Shopping aus deinen Daten. Weil Google Heiligabend und Silvester als normale Arbeitstage zählt, entstehen dabei schnell Termine, die kein Paketdienst hält. Dieser Artikel zeigt die Versandfristen 2026, wie Google das Lieferdatum berechnet und was du im Merchant Center bis Januar umstellst.
Google Ads ist für die meisten Onlineshops der wichtigste bezahlte Kanal. Die üblichen Artikel behandeln aber nur, was Google Ads ist und nicht, was ein Klick wirklich kostet oder wo Einsteiger Geld verlieren. Dieser Artikel erklärt die Auktion, die wichtigen Anzeigenarten, die Rolle des Merchant Centers und die Kosten, mit echten Zahlen aus Händlerkonten und den fünf teuersten Fehlern zum Start.