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Google Ads Kosten: Was Onlineshops 2026 realistisch einplanen sollten

Google Ads Kosten 2026: Klickpreise und Budgets für Onlineshops
Christian Beeking
Christian Beeking
Co-Founder, Cloudginny
14. August 2026 9 Min. Lesezeit

Die Frage nach den Google-Ads-Kosten ist die erste und die am schlechtesten beantwortete. Agenturen rechnen gern hoch, Foren erzählen Horrorgeschichten vom verbrannten Budget, und Google selbst sagt sinngemäß „das hängt davon ab“. Stimmt ja auch, nur hilft es niemandem, der gerade sein Werbebudget planen muss. Deshalb hier die Zahlen, mit denen du wirklich rechnen kannst, inklusive Klickpreisen aus echten Kundenkonten, einer Budget-Herleitung und der Rechnung, ab wann sich das Ganze lohnt.

Was kostet Google Ads wirklich? Die kurze Antwort für Onlineshops

Google Ads kostet im E-Commerce typischerweise 0,27 bis 0,57 € pro Klick für Shopping- und Performance-Max-Anzeigen, der Median liegt in unseren Kundenkonten bei 0,42 €. Textanzeigen in der Suche sind teurer und liegen meist zwischen 0,50 und 1,50 €. Als Startbudget solltest du 500 bis 1.500 € pro Monat einplanen, damit die automatische Gebotssteuerung genug Daten zum Lernen bekommt.

Wichtig fürs Grundverständnis: Google berechnet nichts für das Schalten der Anzeigen. Keine Einrichtungsgebühr, kein Mindestbudget, keine Vertragslaufzeit. Bezahlt wird nur, wenn jemand klickt. Die eigentliche Kostenfrage ist deshalb weniger „was kostet Google Ads“ als „was kostet mich eine Bestellung, und was bleibt danach übrig“. Beides rechnen wir in diesem Artikel durch.

Wie Google Ads abgerechnet wird: CPC, PPC und Tagesbudget einfach erklärt

Google Ads läuft nach dem PPC-Prinzip, Pay per Click. Der Preis pro Klick (CPC) wird nicht von Google festgelegt, er entsteht in einer Auktion: Bei jeder Suchanfrage konkurrieren alle passenden Anzeigen, und die Platzierung ergibt sich aus Gebot mal Qualität. Eine relevante Anzeige mit passender Landingpage zahlt für dieselbe Position weniger als eine schlechte. Deine Kosten sind also kein fixer Marktpreis, du kannst sie über Relevanz und Kontostruktur aktiv drücken.

Gesteuert wird das Ganze über das Tagesbudget je Kampagne. Google darf an starken Tagen bis zum Doppelten davon ausgeben, gleicht das aber über den Monat aus: Mehr als Tagesbudget mal 30,4 wird dir nie berechnet. Wenn im Konto also 50 € Tagesbudget stehen, ist bei rund 1.520 € im Monat Schluss, egal wie wild einzelne Tage aussehen.

Dazu kommt die Wahl der Gebotsstrategie. Im E-Commerce überlässt man das Bieten heute fast immer Googles Smart Bidding mit einem ROAS-Ziel, und das führt direkt zum wichtigsten Kostenfaktor überhaupt: Der Algorithmus braucht Conversion-Daten. Zu wenig Budget heißt zu wenig Daten, und zu wenig Daten heißt schwankende, oft schlechte Ergebnisse. Deshalb gleich mehr zur Budgetfrage.

Realistische Klickpreise (CPC) im E-Commerce nach Branche

Fangen wir mit echten Zahlen an. Das sind die Klickpreise aus unseren Kundenkonten:

KennzahlWert
Median-CPC0,42 €
Mittlere 50 % der Konten0,27 bis 0,57 €
Gesamtspanne0,12 bis 1,73 €

Datenbasis: mehrere Dutzend E-Commerce-Kundenkonten im DACH-Raum, Standard-Shopping- und Performance-Max-Kampagnen, 08/2025 bis 07/2026, zusammen über 1,8 Millionen Klicks.

Kampagnenübersicht in Google Ads mit den Spalten Klicks, Kosten und durchschnittlicher CPC je Performance-Max-Kampagne
Klicks, Kosten und durchschnittlicher CPC stehen in Google Ads direkt nebeneinander. In diesem Konto reichen die Klickpreise von 0,47 bis 1,37 € je Kampagne, ein Beispiel dafür, wie stark der CPC schon innerhalb eines einzigen Kontos schwankt.

Zur Einordnung nach Sortiment typische Spannen, wie wir sie im Markt sehen. Anders als die Tabelle oben sind das keine Messwerte, sondern Erfahrungswerte:

SortimentShopping/PMaxSuchanzeigen
Beauty und Drogerie0,25 bis 0,60 €0,50 bis 1,20 €
Mode und Bekleidung0,30 bis 0,70 €0,40 bis 1,00 €
Haushalt und Wohnen0,40 bis 0,90 €0,60 bis 1,40 €
Elektronik und Zubehör0,40 bis 1,00 €0,60 bis 1,60 €
Werkzeug, Ersatzteile, B2B-Nischen0,60 bis 1,50 €0,80 bis 2,50 €

Zwei Muster ziehen sich durch: Shopping-Klicks sind fast immer günstiger als Such-Klicks, weil der Nutzer Bild und Preis schon gesehen hat, bevor er klickt. Und je spitzer die Nische und je höher der Warenkorb, desto teurer der Klick, weil sich dort auch teure Klicks noch rechnen. Für Onlineshops ist Shopping deshalb meist der dominierende Kostenblock, wie das Format im Detail funktioniert, steht in unserem Ratgeber zu Google Shopping.

Welches Monatsbudget sollte ein Onlineshop einplanen?

Die Faustregel von 500 bis 1.500 € zum Start ist keine gegriffene Zahl, sie lässt sich herleiten. Smart Bidding funktioniert ab etwa 30 bis 50 Conversions pro Monat stabil. Bei einer Conversion Rate von 1,9 % (der Median unserer Kundenkonten) brauchst du dafür 1.600 bis 2.600 Klicks, und bei 0,42 € pro Klick landest du bei 670 bis 1.100 € im Monat. Wer deutlich darunter startet, kann trotzdem Umsatz machen, muss aber mit einer langen Lernphase und schwankenden Ergebnissen leben.

Was das Budget bei durchschnittlichen Werten bringt, zeigt die Rechnung über drei Stufen:

MonatsbudgetKlicksBestellungenUmsatz
500 €~1.190~23~1.490 €
1.500 €~3.570~68~4.480 €
5.000 €~11.900~226~14.930 €

Gerechnet mit den Medianwerten unserer Kundenkonten: 0,42 € CPC, 1,9 % Conversion Rate, 66 € Warenkorb. Die Tabelle rechnet linear, in der Realität flacht die Kurve nach oben ab, weil zusätzliches Budget irgendwann teurere und schwächere Klicks einkauft.

Zur Einordnung, was Shops in der Praxis ausgeben: Die Hälfte unserer Kundenkonten investiert zwischen rund 260 und 1.800 € pro Monat, der Median liegt bei gut 700 €. Es geht also auch eine Nummer kleiner, als Agentur-Ratgeber gern behaupten.

Vom Budget zum Gewinn: Break-even, ROAS und Marge statt reiner Klickkosten

Der Klickpreis allein sagt nichts darüber, ob sich Google Ads für dich rechnet. Die Kennzahl dafür ist der ROAS, Umsatz geteilt durch Werbekosten. Ein ROAS von 3 heißt: Jeder Werbe-Euro bringt 3 € Umsatz. Ob das gut ist, entscheidet deine Rohmarge, denn vom Umsatz müssen ja noch die Waren bezahlt werden. Der Break-even-ROAS ist 1 geteilt durch die Marge:

RohmargeBreak-even-ROAS
20 %5,0
25 %4,0
30 %3,3
40 %2,5
50 %2,0

Alles über deinem Break-even ist Gewinn aus dem Werbekanal, alles darunter ist bezahltes Wachstum ohne Rendite. Genauer wird die Rechnung, wenn du statt der Rohmarge den Deckungsbeitrag nach Versand- und Zahlungskosten ansetzt, dann liegt die Schwelle etwas höher.

Rechenbeispiel

Ein Rechenbeispiel mit unseren Medianwerten: Eine Bestellung kostet 22 € Werbebudget (0,42 € CPC geteilt durch 1,9 % Conversion Rate). Bei 66 € Warenkorb und 35 % Marge bleiben 23,10 € Deckungsbeitrag. Es bleibt also gut 1 € pro Bestellung hängen, vor allen Fixkosten. Diese Rechnung zeigt ziemlich schonungslos, warum die Optimierung von Conversion Rate und Klickpreisen über Gewinn oder Verlust entscheidet: Ein paar Cent beim CPC oder ein halber Prozentpunkt bei der Conversion Rate kippen das Ergebnis in die eine oder andere Richtung.

Zur Einordnung: Der Median-ROAS über unsere Kundenkonten liegt bei 3,8, die mittlere Hälfte zwischen 1,7 und 7,8. Je nach Marge werben damit die schwächsten Konten unter Break-even, und genau dort liegt fast immer das größte Optimierungspotenzial.

Break-even-Rechner

Was bleibt dir pro Bestellung übrig?

Wähle deine beiden Werte. Der Rechner zeigt dir Schritt für Schritt, was nach den Werbekosten pro Bestellung hängen bleibt.

Durchschnittliche Rohmarge
Durchschnittlicher Warenkorb
Warenkorb mal Rohmarge30 € × 20 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung6,00 €
Warenkorb mal Rohmarge50 € × 20 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung10,00 €
Warenkorb mal Rohmarge70 € × 20 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung14,00 €
Warenkorb mal Rohmarge100 € × 20 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung20,00 €
Warenkorb mal Rohmarge150 € × 20 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung30,00 €
Warenkorb mal Rohmarge30 € × 25 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung7,50 €
Warenkorb mal Rohmarge50 € × 25 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung12,50 €
Warenkorb mal Rohmarge70 € × 25 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung17,50 €
Warenkorb mal Rohmarge100 € × 25 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung25,00 €
Warenkorb mal Rohmarge150 € × 25 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung37,50 €
Warenkorb mal Rohmarge30 € × 30 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung9,00 €
Warenkorb mal Rohmarge50 € × 30 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung15,00 €
Warenkorb mal Rohmarge70 € × 30 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung21,00 €
Warenkorb mal Rohmarge100 € × 30 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung30,00 €
Warenkorb mal Rohmarge150 € × 30 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung45,00 €
Warenkorb mal Rohmarge30 € × 35 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung10,50 €
Warenkorb mal Rohmarge50 € × 35 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung17,50 €
Warenkorb mal Rohmarge70 € × 35 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung24,50 €
Warenkorb mal Rohmarge100 € × 35 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung35,00 €
Warenkorb mal Rohmarge150 € × 35 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung52,50 €
Warenkorb mal Rohmarge30 € × 40 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung12,00 €
Warenkorb mal Rohmarge50 € × 40 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung20,00 €
Warenkorb mal Rohmarge70 € × 40 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung28,00 €
Warenkorb mal Rohmarge100 € × 40 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung40,00 €
Warenkorb mal Rohmarge150 € × 40 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung60,00 €
Warenkorb mal Rohmarge30 € × 50 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung15,00 €
Warenkorb mal Rohmarge50 € × 50 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung25,00 €
Warenkorb mal Rohmarge70 € × 50 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung35,00 €
Warenkorb mal Rohmarge100 € × 50 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung50,00 €
Warenkorb mal Rohmarge150 € × 50 %
Das bleibt dir pro Bestellung, vor Werbung75,00 €
So viel kostet dich eine Bestellung über Google AdsBei 1,9 % Conversion Rate kauft rund jeder 53. Besucher. Mal 0,42 € Klickpreis sind das etwa 22 € Werbekosten je Bestellung.−22,00 €
Bleibt pro Bestellung hängen−16,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 5,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−12,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 5,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−8,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 5,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−2,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 5,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen8,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 5,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−14,50 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 4,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−9,50 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 4,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−4,50 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 4,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen3,00 €Sehr knapp

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 4,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen15,50 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 4,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−13,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 3,3 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−7,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 3,3 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−1,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 3,3 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen8,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 3,3 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen23,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 3,3 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−11,50 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,9 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−4,50 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,9 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen2,50 €Sehr knapp

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,9 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen13,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,9 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen30,50 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,9 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−10,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,5 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−2,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,5 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen6,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,5 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen18,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,5 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen38,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,5 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen−7,00 €Rechnet sich so nicht

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen3,00 €Sehr knapp

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen13,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen28,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Bleibt pro Bestellung hängen53,00 €Rechnet sich

Anders gerechnet: Dein ROAS muss über 2,0 liegen, sonst zahlst du drauf.

Klickpreis 0,42 € und Conversion Rate 1,9 % sind die Medianwerte unserer Kundenkonten. Sind deine Werte besser, kostet dich eine Bestellung weniger und es bleibt mehr hängen. Wenn du Versand- und Zahlungskosten schon abgezogen hast, nimm statt der Rohmarge deinen Deckungsbeitrag.

Versteckte Kostentreiber: warum Anfänger Budget verbrennen

Die Klickpreise sind selten das Problem. Teuer wird Google Ads durch Einstellungen und Versäumnisse, die still im Hintergrund Geld abziehen:

  • Display-Netzwerk und Suchnetzwerk-Partner sind bei neuen Kampagnen häufig automatisch aktiv und liefern für Onlineshops meist billige Klicks ohne Kaufabsicht
  • Weitgehend passende Keywords ohne regelmäßige Suchbegriff-Pflege spülen irrelevante Anfragen ins Konto. Rund 10 % des Budgets gehen in unseren Kundenkonten an Suchbegriffe, die trotz zweistelliger Klickzahl nie eine Conversion gebracht haben, und das sind bereits laufend optimierte Konten. Bei unbetreuten Konten liegt der Anteil entsprechend höher
  • Fehlendes oder kaputtes Conversion-Tracking lässt Smart Bidding blind optimieren, das Budget fließt dann in Klicks statt in Käufe
  • Alle Produkte in einer Kampagne mit einem gemeinsamen ROAS-Ziel: Bestseller subventionieren Ladenhüter, und keiner merkt es
  • Abbruch nach zwei Wochen, mitten in der Lernphase, kurz bevor die Ergebnisse stabil werden

Streuverlust gemessen in Search- und Standard-Shopping-Kampagnen unserer Kundenkonten über zwölf Monate, ausgewertet ist der von Google auf Suchbegriff-Ebene ausgewiesene Teil der Kosten.

Suchbegriffsbericht in Google Ads, gefiltert auf Begriffe ohne Conversion, mit Kosten und Klicks je Suchbegriff
Gefiltert auf Suchbegriffe ohne eine einzige Conversion: 427 Klicks und 341,06 € in vier Wochen, allein der teuerste Begriff mit 20 Klicks.

Der gemeinsame Nenner: Google optimiert auf das, was du einstellst und misst, keinen Millimeter weiter. Die teuersten Standardeinstellungen und die häufigsten Fehler haben wir in den Setup-Guides für Shopify und JTL im Detail beschrieben.

Agentur, selbst machen oder automatisieren? Die drei Kostenwege im Vergleich

Zu den Werbekosten kommt die Frage, wer das Konto betreut. Drei Wege, drei Kostenprofile:

WegTypische KostenPasst, wenn
Selbst machen0 € extern, dafür mehrere Stunden pro Wochedu Zeit hast und den Kanal lernen willst
Agentur300 bis 1.000 € pro Monat oder 10 bis 20 % vom Werbebudgetdein Budget im mittleren vierstelligen Bereich oder darüber liegt
KI-AutomatisierungSoftware-Abo, deutlich unter einem Agentur-Retainerdu die Kontrolle behalten, aber die Routinearbeit abgeben willst

Die Rechnung dahinter: Bei 1.000 € Werbebudget frisst ein 500-€-Retainer die Hälfte des Einsatzes, bevor der erste Klick bezahlt ist, deshalb lohnen Agenturen erst ab größeren Budgets. Selbermachen kostet kein Geld, aber die Stunden pro Woche sind real und fehlen woanders. KI-Tools wie Cloudginny übernehmen die tägliche Analyse und schlagen Optimierungen mit konkretem Euro-Effekt vor, umgesetzt wird erst nach deiner Freigabe.

Cloudginny-Optimierungen mit ausgeschlossenen Keywords und geschätzter Ersparnis in Euro
Jede Empfehlung kommt mit ihrem Euro-Effekt, übernommen wird sie erst mit deiner Freigabe.

Häufige Fragen zu Google Ads Kosten (FAQ)

Was kostet ein Klick bei Google Ads im E-Commerce?

In unseren Kundenkonten liegt der Median bei 0,42 € für Shopping- und Performance-Max-Klicks, die Hälfte der Konten zahlt zwischen 0,27 und 0,57 €. Textanzeigen in der Suche kosten meist 0,50 bis 1,50 €, in umkämpften Nischen auch mehr.

Wie viel kostet Google Ads pro Monat für einen Onlineshop?

Zum Start empfehlen wir 500 bis 1.500 €, damit die Gebotsautomatik genug Conversion-Daten sammelt. Nach oben ist die Grenze dein profitabler Skalierungspunkt: Solange der ROAS über deinem Break-even liegt, darf das Budget wachsen.

Gibt es ein Mindestbudget oder Fixkosten?

Nein. Google verlangt weder Einrichtungsgebühr noch Mindestbudget noch Vertragslaufzeit. Du zahlst nur für Klicks und kannst Kampagnen jederzeit pausieren.

Warum gibt Google an manchen Tagen mehr aus als mein Tagesbudget?

Google darf das Tagesbudget an starken Tagen bis zum Doppelten überschreiten, um Nachfragespitzen mitzunehmen. Über den Monat wird das ausgeglichen: Mehr als Tagesbudget mal 30,4 wird nie abgerechnet.

Google Ads oder SEO: Was kostet was?

Google Ads kostet laufend Geld und liefert ab Tag eins Traffic. SEO kostet vor allem Zeit und Content, wirkt mit Monaten Verzögerung, trägt dafür ohne laufende Klickkosten weiter. Für Onlineshops ist die sinnvolle Reihenfolge meist: mit Ads sofort Umsatz und Daten aufbauen und SEO parallel als langfristigen Kanal entwickeln. Ein Entweder-oder ist es nicht.

Was kostet eine Google Ads Agentur?

Im KMU-Segment sind 300 bis 1.000 € pro Monat üblich, alternativ 10 bis 20 % des Werbebudgets, oft plus einmalige Setup-Gebühr. Dazu kommt fast immer eine Mindestlaufzeit.

Wann lohnt sich Google Ads nicht?

Wenn der Deckungsbeitrag pro Bestellung unter den realistischen Werbekosten pro Bestellung liegt. Beispiel: Bei 20 € Warenkorb und 25 % Marge bleiben 5 € pro Bestellung, eine Bestellung über Google Ads kostet im E-Commerce aber meist 15 bis 30 €. Dann zuerst Warenkorb oder Marge erhöhen, sonst wird jede zusätzliche Bestellung zum Verlustgeschäft.

Christian Beeking
Über den Autor
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Christian Beeking ist Co‑Founder von Cloudginny, dem KI‑Agenten für automatisierte Google Ads im E‑Commerce. Vor Cloudginny hat das Team über 100 Millionen Euro Google Ads Budget für Marken wie MediaMarkt, Cisco und Bose verwaltet und dieses Wissen in Ginny gegossen. Cloudginny ist offizieller Google Partner, Partner von WebStollen und Teil des German Accelerator.

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